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Die Kraft der positiven Energie oder: warum mancher Umweg nicht zu weit ist.

Beim Bienwald-Halbmarathon standen sie da – die kleinen Motivationshelden am Streckenrand. Bewaffnet mit bunten Schildern, auf denen Super-Mario-Pilze und Sterne prangten, um den erschöpften Läufern eine Extraportion Energie zu schenken. Und ja, ich habe jedes einzelne Schild angetippt. Trotz schwindender Kräfte, trotz brennender Beine, trotz dem inneren Schweinehund, der mir zurief: „Bleib fokussiert, lass das jetzt!“



Sollte man nicht verbissen, konzentriert und fokussiert bleiben, wenn einem die Puste ausgeht? Sollte man nicht durchbeißen, bis der letzte Meter geschafft ist? Klar, dieser eiserne Wille ist wichtig, aber Hand aufs Herz: Ein kurzer Umweg zum fröhlichen Kind mit dem Motivationsschild kann wahre Wunder wirken. Genau wie damals, als ich eine Pace gelaufen bin, die ich im Training maximal die Hälfte der Zeit durchgehalten hätte und plötzlich bei Kilometer 17 dachte: „Jetzt bloß nicht zusammenbrechen!“ Da kam der kleine Stern am Wegesrand gerade recht – ein Zauber, der den Kopf austrickste und das Herz leichter schlagen ließ.



Denn eines ist sicher: Dieses einfache Antippen löst nicht nur eine Welle positiver Energie im Läufer aus, sondern schenkt auch den Kindern ein strahlendes Lächeln und das Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein. Für sie ist es eine Herausforderung und ein Spaß zugleich. Für uns Läufer ein kleiner Moment der Freude und Motivation im Kampf gegen die Erschöpfung.



Deshalb werde ich auch in Zukunft jeden kleinen Energielieferanten am Straßenrand antippen – denn manchmal sind es eben genau diese kleinen Berührungen, die Großes bewirken.


 
 
 

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